WDR

Der WDR ist Hörfunk und Fernsehen, ist Kölsch, steht für Nordrhein-Westfalen und für Gesamt-Deutschland. Er ist eine „Marke“ inmitten der bunten Medienlandschaft. Als Landesrundfunkanstalt ist der WDR sowohl klassisch-moderat als auch „quietschgelb daneben“, vor allem aber weit neben und über die Mittelmäßigkeit hinaus. WDR hat Meinung und vermittelt sie auf vielfältige Art und Weise. Praktisch wird das Programm multikulturell gestaltet. Man könnte sagen, der WDR schafft interaktive Räume, die sich ausdehnen und aus Konsumenten Teilnehmer macht.

Präsenz

Seit 1995 internetaffin und dort überaus konkurrenzfähig mit WDR Podcast-Angeboten, spannenden Beiträge, wertvollen Tipps und Themen, die unter die Haut gehen. Eine Reihe fesselnder Serien sowie Informationssendungen werden vom WDR beigesteuert. Der „Nordrhein-Westfale“ ist mit mehr als 21 Prozent am Gesamtprogramm der ARD repräsentiert. Aktualität und verantwortungsvolle Berichterstattung machen den WDR zu einem äußerst beliebten Sender. Mit „West 3“ beginnt der WDR vor vierzig Jahren als erste Rundfunkanstalt der ARD mit einem regionalen Videotext-Programm.

Historische Redseligkeiten

Es gibt eine nicht unerhebliche Geschichte vor dem 15. Januar 1927, jedoch lassen wir die „Lebensgeschichte“ der Anstalt an diesem Tag beginnen, der Tag, an dem die „WERAG“ als „Sender Langenberg“ zum ersten Mal auf Sendung geht. Langenberg offenbart schon bald seine Begrenzungen und die Schaffung neuer Kapazitäten wird in Köln verwirklicht. Mit dem Intendanten Ernst Hardt, Schriftsteller, Freidenker, wurde schon damals eine Fährte gelegt, der der WDR bis heute nicht verlassen hat. Einem Programm aus unkonventionellen Beiträgen und immer eher“ links“ als „gar nicht“. Aus „WERAG“ wurde der „Nordwestdeutsche Rundfunk“ und aus ihm der NDR und der WDR.

Standpunkte

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine rasante Entwicklung ein im Hinblick auf die Nutzung modernen Medienpotentials. Das Hörfunk-Programm war schnell mit „Funkhaus Europa“ in aller Munde. Der WDR investiert, um das Internet für sich nutzbar zu machen. Als 2005 während des „Weltjugendtages“ das Bild für die TV-Stationen in der ganzen Welt über die Bildschirme flimmert, wurde der WDR über Nacht ein Begriff für innovative Produktionen und steht auch heute wie damals für Sendungen mit hohem Anspruch auf allen Ebenen. Spezielle „Anpaarungen“ sind erwünscht, Komik mit Meinungsbildung, politische Standpunkte mit Unterhaltung und ernsthafte Nachrichten mit emotionaler Nähe.

Jetzt ist Schluss!

Der Intendant des WDR Tom Buhrow stand Anfang des Jahres wegen der Löschung eines verballhornten Kinderliedes in der Kritik, unschöne „Wort-Exzesse“ folgten. Darüber hinaus würde er zu viel Geld verdienen. Die Tatsache, dass der WDR in vielen öffentlichen Auftritten vehement Stellung bezogen hat gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten, dass der Sender sich eindeutig für multikulturelle Aspekte stark macht und sich der Kritik stellt, ist sicherlich ein Phänomen gelebter Demokratie und nicht zuletzt die Anerkennung ihrer inhärenten Vielfalt.